Geschichte der RdF



48 Jahre - Ritter des Frohsinns

Man schrieb das Jahr 1959,
gefeiert wurde auch schon zünftig.
Am Abend in geselliger Runde,
vielleicht zu vorgerückter Stunde,
haben sie am Stammtisch zusammengesessen
im ‘Ritz’ - einer Gaststätte in Essen.
Es wurde getrunken und gelacht
und das hat sie auf die Idee gebracht:
Froh und heiter wollten Sie sich zeigen -
unsere Stadt unterstützen beim närrischen Treiben.
Ihre Gedanken sind immer höher geflogen
und so wurden die Ritter des Frohsinns aus der Taufe gehoben.


Anfang der 60er wurden sie richtig munter,
sie ließen Ihr ‘Visier’ herunter
und stürzten mit Jubel und Geschrei
sich - für jedermann sichtbar - in die Narretei.
Erste kleinere Veranstaltungen wurden gestartet,
ja auf so was hatte man in Essen gewartet!


Mutig geworden, feierten sie bald größere närrische Feste,
die Mitgliederzahl wuchs und auch die der Gäste.
Ehrenritter Josef Kallenberg erklärte daraufhin:
„Unsere Burg ist hier!“
und machte den Steeler Stadtgarten zum ‘General-Hauptquartier’.


Gesellschaftliches Highlight jeder Karnevalssession,
ist die Ritterkürung - zum 48. mal nun schon.
Auch die Stern-Pils-Party hat ihre närrischen Wurzeln hier,
stieg zum 1. mal im ‘Ritter-General-Hauptquartier’.
Wie man Feste feiert wussten die Frohgesinnten
- der Erfolg gab ihnen Recht -
und so mussten sie für diese Party größere Räumlichkeiten finden.


Nicht nur den Rittern macht feiern Spaß,
1969 gab’s daher den 1. Hausfrauennachmittag.
Der fand auch gleich im Saalbau statt,
wo man bei der holden Weiblichkeit viel Frohsinn verbreitet hat.
Einige Frauen konnten gar nicht genug davon bekommen
und haben daraufhin selbst das Feiern in die Hand genommen.


‘Limbo-Bienen’ waren der Ritter Damen,
das gleichnamige Getränk stand Pate für den Namen.


In der Session 1971/72 wurde Paul Schneppenhorst Präsident!
Ich darf ihn kurz mal vorstellen - für den, der ihn nicht mehr kennt:
Ein Mann der die Ritter erst richtig ‘hoffähig’ machte,
sie 1971 sogar in den närrischen Berliner Sportpalast brachte.
Ein Jahr später zogen sie in den Kaiserhof mit ihrem Karnevalstreiben
und Paul musste immer vollen Einsatz zeigen.


Er stieg in die Bütt - am Abend 3 mal
und sorgte bis ‘89 für Frohsinn in jedem Saal.


Ein Büttenredner und Humorist,
den man auch heute noch vermisst.


Der 1. Rosenmontagszug in Essen
bleibt auch den Rittern unvergessen!


Sie schickten ins Feld gleich 2 Wagen
und dazu muss man sagen:


„Die ‘Limbo-Bienen’ ganz schön kess,
die Ritter in weißer Uniform wirklich fesch,
haben mit ‘Essen Helau!’ richtig Stimmung gemacht
und Frohsinn dem jubelnden Narrenvolk gebracht.
Der Rosenmontagszug ist Tradition bis heut’,
weil man mit Frohsinn nicht nur sich selbst erfreut!


1984 gab’s zum 25jährigen eine große Feier,
die ‘versilberten Ritter’ wurden immer freier
und gaben zum Jubiläum
einen Empfang im Papageno - Sheraton.
1989 unter dem Motto: Feste feiern wie noch nie,
lud man zum 30jährigen in die Orangerie.
Doch eigentlich brauchen die Ritter zum Feiern keinen Grund:
denn Frohsinn, Heiterkeit und Konfetti machen die Welt bunt!


1994 übernahmen sie dann auch noch eine Patenschaft,
von einigen beschmunzelt, sogar verlacht:
Nach Kölner Vorbild gründete sich der 1. Essener Damenelferrat,
mit ihren Leuchtstäben brachten sie den Essener Karneval ganz schön in Fahrt.
Dank der Ritter wurden die ersten Hürden genommen
und diese haben dafür ein bezauberndes Aushängeschild bekommen.
Inzwischen wurden die EDE - Girls flügge,
doch zu den Rittern bleibt immer die Brücke,
größtenteils schon familiär bedingt,
durch viele gemeinsame Feiern natürlich beschwingt
und durch das gleiche Ziel verbunden:
„Den Karneval zu feiern mit seinen vielen schönen Stunden!“


48 Jahre ist schon eine lange Zeit,
doch um Frohsinn zu verbreiten ist kein Weg zu weit.
Die ‘Ritter des Frohsinns’ - ein Wahnsinns-Verein,
das ist Karneval wie er lebt und so muss er sein!


Helau!

Text: Sabine Hofer

Wert des Ordens

Er hängt nicht selten kiloschwer
am Hals und baumelt hin und her.
Ein echter Narr wird wohl mitnichten
auf das begehrte Blech verzichten.
Denn nur der Orden honoriert,
was er an Arbeit investiert!

Ist auch der Blechwert von dem Ding
erschwinglich und ganz gering,
so ist sein ideeller Wert
mehr als die Kronjuwelen wert.
Ein Narr, der solches hat erfahren,
wird seine Orden wohl verwahren.
Ob Schuhkarton, ob Plastiktüte,
das mindert niemals seine Güte.
Zeigt er ihn gern und voller Stolz,
so ist der Narr aus echtem Holz.

Verfasser: unbekannt

Erinnerung


Orden: 20 Jahre RdF von 1979


Orden: Foto ohne Datumsangabe
(Vielen Dank an Horst Zerwas)





(Vielen Dank an Wolfgang Brinkmann)











(Vielen Dank an Heinz Gantenberg)







Vielen Dank an Herrn Berthold Westhoff
(RdF-Senator 79/81), der uns diese
3 Bilder hat zukommen lassen



RdF - Tischstandarte
(Vielen Dank an
Herrn Wolfgang Brinkmann)

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